wie unser Tourguide immer so treffend sagte. Also nichts mit schnellen Internetverbindungen im Busch und so kann ich meinen blog also erst im nachhinein weiterfuehren. Die Reise war jedenfalls toll, wenn auch alles ganz anders war also gedacht (s.o.). Ich bin naemlich in umgekehrter Reihenfolge gereist: reverse oder anti-clockwise, wie es nun bei Drifters heisst. Es ging also erstmal nach Vic Falls, dann in die Nationalparks, dann nach Maun und ins Delta und zum Schluss in die Madgadigadi-Salzpfanne - absolut genial und viel besser als die eigentliche Reihenfolge, wie unsere ganze Gruppe fand. Wir waren zwar erstmal etwas vor den Kopf gestossen, haben uns aber sehr schnell wieder gefangen.
In Victoria Falls waren wir 3 Naechte in einem Hostel und haben nochmal die Annehmlichkeiten der Zivilisation genossen: Betten mit Moskitonetz, Fruehstueck auf der ueberdachten Terasse am Swimmingpool mit einem Koch, der einfach wundervolle Spiegeleier gebraten hat und eine Stadt mit den vielfaeltigsten Aktivitaeten. Ich habe es mit einer Wine Cruise per Kajak auf dem Sambesi und einer abendlichen Bootsfahrt inkl. Sundowner etwas ruhiger angehen lassen, aber andere aus der Gruppe sind zum Whitewater Rafting gegangen (einer der haertesten Strecken der Welt) und einer ist sogar von einer Bruecke ueber den Wasserfaellen gesprungen, eine der spektakulaersten Bungeejump-Stellen. Da hat mir das Zugucken aber vollkommen gereicht.
Vor unserer Tour nach Vic Falls mussten wir sehr ausfuehrlich einkaufen, weil es momentan in Zimbabwe so gut wie gar nichts gibt (wir haben ungefaehr 150 Eier fuer das Hostel mitgebracht und noch tausend andere Kleinigkeiten wie Spuelschwaemme, Klopapier, Trockentuecher etc.). Alle Getraenke haben wir selbst mitgebracht und am ersten Abend im Restaurant "In-Da-Belly" gab es zwar eine beeindruckende Speisekarte, dann aber doch nur Fisch oder Strauss und ein vegetarisches Gericht. Zunaechst gab es noch suedafrikanisches Bier, spaeter dann nur noch namibisches... Die Menschen auf der Strasse sind zwar nicht aggressiv, aber dafuer sehr hartnaeckig, bewundern Dein T-Shirt und Deine Schuhe und versuchen alles, um irgendwie an harte Waehrung, bevorzugt USD heranzukommen. Wir konnten zwar nicht jedem helfen, haben aber allein durch unsere Anwesenheit fuer etwas Umsatz gesorgt. Die Touristenzahlen sind dramatisch zurueckgegangen, was wir ganz besonders direkt an die Victoria Wasserfaellen zu spueren bekommen haben: es waren so gut wie keine Menschen da! Gut fuer uns, denn wir konnten ausfuehrlich fotografieren und kucken, aber eben schlecht fuer die Menschen vor Ort. Ich habe zum Schluss der Reise meine alten Klamotten und ein paar Sandalen dagelassen, das wird dann von den Hostel-Mitarbeitern vor Ort an Beduerftige weitergegeben. Ein kleiner Tropfen...
Nach der Abreise aus Vic Falls ging dann unsere Safari richtig los und mit dem Chobe National Park gleich so ganz richtig. Auf dem Weg zum Fluss haben wir ausfuehrlich fuer unser erstes Impale (kleine Antilope) und fuer unser erstes Kudu (groessere Antilope) gehalten und die ersten hundert Fotos wurden locker verknipst. Ich bewundere immer noch den Langmut unserer Guides, die ganz ernsthaft und voller Geduld abgewartet haben und doch schon wussten, was wir nur wenige hundert Meter weiter zu sehen bekommen. Als wir uns dann dem Fluss naeherten, sah man von weiten das gruene Gras, den blauen Fluss und viele graue Punkte: Elefanten. Erst nur einen kleineren Ausschnitt mit einigen Elefanten, doch als wir dann direkt am Fluss waren, blieb uns nur der Mund offen stehen: hunderte Elefanten, soweit das Auge reichte. Einfach unglaublich. Als wir uns dann endlich sattgesehen hatten, kam bei der naechsten Biegung die naechste Ueberraschung: ein kleiner toter Elefant auf der rechten Seite und auf der linken Seite in den Bueschen ca. 2-3 Loewen. Erst tat sich einige Zeit nichts, dann bewegte sich ein junger Loewe auf den Elefanten zu. Zum Schluss haben wir insgesamt 7-9 Loewen gesehen, darunter 5 ganz kleine, die beim Fressen noch ordentlich rumtollten. Und das alles ca. 5 Meter von unserem Truck entfernt. Wir mussten dann irgendwann weiter, um unseren Rastplatz noch zu erreichen und haben dann unsere Zelte das erste Mal aufgebaut. Das klappte ziemlich gut, weil die Technik wirklich supereinfach ist und nach einigen Tagen klappte das wie am Schnuerchen. Die Zelte waren sehr komfortabel und gross (ich konnte aufrecht drin stehen), so dass wir uns auch nicht zu sehr auf der Pelle hockten und sogar genug Platz fuer Gepaeck und Schuhe hatten. Ich habe die ganze Zeit auch wunderbar geschlafen, wenn auch meistens mit Ohrstoepseln, da es zum Einschlafen draussen doch etwas zu laut war mit den ganzen unbekannten Geraeuschen.
Morgens gab es dann immer einen Wakeup Call von Anthony, unserem Guide, doch das war nur in den ersten Tagen wirklich notwendig. Danach hatten wir uns so an den Rhythmus gewoehnt, dass wir Anthony nur am Feuer husten hoeren mussten und wussten, dass es nun bald losgeht, wenn das Wasser fuer Kaffee und Tee heiss ist. Im Moment wache ich auch immer noch ohne Probleme um halb sechs auf, wenn in Afrika die Sonne aufgeht. Nur leider ist sie im Moment hier in Frankfurt so schlecht zu sehen... Aber das Wetter soll ja im Laufe dieser Woche noch besser werden. Gerade friere ich ziemlich, da es in Botswana nun langsam Fruehling wird und damit so richtig heiss. Gestern musste ich sogar die Heizung anmachen, weil es in meiner Wohnung so kalt war. Aber ich habe ja nun noch ein paar Tage, um mich wieder einzuleben und werde dann so nach und nach meine Reise hier im Weblog rekapitulieren.
Mittwoch, 12. September 2007
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
1 Kommentar:
welcome back :-)!!!
bin schon gespannt auf weitere blog-einträge und natürlich viele fotos!
viele grüße,
abienne
Kommentar veröffentlichen