Der erste Tag im Nationalpark war so ueberwaeltigend, da brauchten wir erstmal einen Tag Pause, den wir in Savuti auch bekommen haben. Eine sehr trockene Gegend, in der zu dieser Jahreszeit kaum Tiere sind. Da konnten wir Augen und Fotoapparat erstmal etwas ausruhen. Dafuer waren dann die Gespraeche am Lagerfeuer umso lebhafter und es wurde kraeftig am Gruppenzusammenhalt gebastelt. Auf der Fahrt am naechsten Tag Richtung Moremi kam es dann aber so richtig dicke. An einem kuenstlichen Wasserloch lag ein toter Elefant an dem sich zwei getuepfelte Hyaenen zu schaffen machten, gleich daneben tranken 4 grosse Elefantenbullen am Wasserloch. Spaeter haben wir dann nochmal 3 Loewen mit einer toten Giraffe gesehen, dieses Mal auch ein ausgewachsenes Maennchen mit Maehne. Unser naechstes Camp war dann direkt am Fluss Kwai, so dass wir wieder die Hippos bei ihrem Abendessen hoeren konnten.
Auf dem Weg von Moremi nach Maun haben wir sogar 3 Loewinnen bei der Jagd beobachten koennen. Leider war die Zebra- und Gnuherde ziemlich weit weg, so dass wir nicht auf einen Angriff warten konnten, der wahrscheinlich noch Stunden entfernt war. Statistisch gesehen, sind nur 20 % der Versuche von Loewen erfolgreich und die Affen haben die ganze Zeit so intensive Warnrufe ausgestossen, dass eigentlich jeder wusste, was da gerade im Gras lauerte. Also sind wir dann schliesslich weiter Richung Maun gefahren.
Nach 4 Tagen Nationalparks mit nur einer Buschdusche und staenidgen Auf- und Abstellen der Zelte, war der Zwischenstopp in Maun vor der Reise ins Okavango Delta eine willkommene Abwechslung. Das Drifters Inn liegt etwa 30 km ausserhalb von Maun direkt am Boteti Fluss, einem Auslaeufer des Delta. Bis vor 5 Jahren war der Fluss noch ausgetrockenet, das kann man sich jetzt, wenn diese sich vom Wind leicht kraeuselnde tiefblaue Wassermasse vor einem liegt, kaum vorstellen. Aber das wichtigste waren erstmal die Duschen, die nach einer kleinen Verzoegerung (jemand hatte die Wasserleitung gepitscht) ausgiebig von der ganzen Truppe genutzt wurden, so dass wir uns alle strahlend sauber um den Abendbrottisch setzen konnten. Die Nacht an der Bar wurde dann feucht und froehlich und sehr lustig, da eines der Hobbies des Barkeepers die Erfindung immer neuer Shooters (kleine Cocktails) war. Wir sind dann aber doch recht frueh todmuede in unsere Zelte gefallen, da am naechsten Tag eine lange Anreise vor uns lag.
Am naechsten Morgen ging es dann per Flugzeug ins Delta. Ich war ja erst nicht so begeistert, vor allem, weil es sich um relativ kleine (6-Sitzer) Maschinen handelt, aber es war dann auch nicht so schlimm und selbst die 40 Minuten des scenic flight gingen soo schnell rum. Das Delta sieht von oben absolut beeindruckend aus. Die Farbpalette reicht von gruen, blau, braun, beige - Baeume, Gras- und Wasserflaechen, immer wieder durchzogen von den Pfaden von Elefanten und Nilpferden. Auf Pom Pom Island ging es dann erstmal weiter per Landcruiser und dann wurden all unser Gepaeck und unsere Vorraete auf Mokoros (Einbaeume) umgeladen, die aber jetzt aus Fiberglas hergestellt werden, weil der Baumbestand im Delta geschuetzt werden soll. Es ist trotzdem ein Erlebnis, so leicht durch die Seerosen und Papyri zu gleiten und selbst gar nichts tun zu muessen.
Unser Camp liegt auf einer einsamen Insel mitten im Delta, netterweise sind die Zelte schon aufgebaut, so dass wir nun wirklich relaxen koennen. Und das haben wir auch alle noetig, nachdem wir in den Nationalparks staendig auf Achse waren und tagsueber, waehrend der groessten Hitze, immer im Auto. Jetzt koennen wir endlich mal Siesta machen und die Seele baumeln lassen.
Donnerstag, 13. September 2007
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