So, nun bin ich also das erste Mal online waehrend dieser Konferenz! Aber fangen wir von vorne an, denn es gibt viel zu erzaehlen und natuerlich gab es auch die einen oder anderen kleinen Probleme... Das fing schon damit an, dass ich, bereits im Treppenhaus, nicht mehr wusste, wo ich meine Kreditkarte hatte. Nach langem Suchen, die S-Bahn war da schon weg, habe ich sie dann natuerlich doch gefunden: ich hatte sie nur zu gut weggepackt! Am Check-in dann der naechste Schock:"Sie sind im Moment nur auf Stand-by, das muessen Sie dann am Gate klaeren." Haeh? Ich hatte den Flug doch schon letztes Jahr gebucht?? Aber das hat sich dann alles gut geloest und ich habe sogar einen Sitz am Notausgang bekommen: viel Beinfreiheit und direkt bei den Toiletten und sogar mit "Aussicht" auf die Business Class. Der Flug an sich war angenehm und ich habe sogar ein paar Stunden geschlafen. In Johannesburg ging es dann aber weiter: es wurde mir zwei Mal versichert, dass mein Gepaeck gleich durchgeht und ich mich um nichts kuemmern muesse. Denkste! Ich musste sogar aus der Halle wieder auf verschlungenen Wegen zum Gepaeckband, wo mein Rucksack schon froehlich vor sich hingeschoben wurde. Dann wurde ich von einem Mitarbeiter des Flughafens auf den endlosen Weg zum Domestic Terminal geleitet, vorbei an Baustellen und ueber Parkdecks. Dafuer gab es dann ein gutes Trinkgeld in Euro, denn an einem Geldautomaten war ich auch noch nicht vorbeigekommen. Der Flug nach Durban war dann in Ordnung und im Flughafengebaeude wurde ich als erstes von einem IFLA-Stand begruesst. Das Shuttle zu meinem Hotel ging nur eine halbe Stunde spaeter und ich habe schon eine nette Kollegin aus GB kennengelernt.
Mein Hotel ist sehr schoen, mitten in einem Dreieck zwischen zwei Strassen, alles very busy and vibrant - und direkt gegenueber ein McDonalds ;-) Mein Zimmer ist klein, aber fein, das Badezimmer mit einer Art Bar abgetrennt, willkommener Ablageplatz fuer die vielen kleinen Kleinigkeiten, die man so braucht. Und vor allem: ein Bett mit einer harten Matratze. Nur mit der Decke (Laken + Wolldecke, festgestopft unter der Matratze) musste ich erst ein bisschen kaempfen.
Das Kongresszentrum (ICC) ist nur ca. 10 Minuten zu Fuss entfernt, aber es gibt trotzdem einen Shuttle Service und jeder raet ab, diesen Weg zu Fuss zu gehen. Ich habe es am Samstag dann trotzdem gemacht und ausser, dass ich mich etwas unwohl gefuehlt hab ist nichts passiert. Aber ich werde mich wohl an den Shuttle Service halten, ist auch sehr bequem, vor allem, wenn man den ganzen Tag auf den Beinen war.
Mein erster Konferenztag ist nun auch fast vorbei. Die Opening Ceremony war absolut wundervoll und auch nicht zu langatmig. Die suedafrikanische Schriftstellerin Gcina Mhlophe hat durch das Programm gefuehrt und es gab auch Gesangs- und Tanzeinlagen. Der Key Note Speaker war Justice Albie Sachs, der im Freiheitskampf einen Arm durch einen Bombenattentat verloren hat und ueber den Einfluss von Buechern in seiner Einzelhaft gesprochen hat und ueber den Aufbau der Bibliothek im neuen Verfassungsgerichtshof von Suedafrika in Johannesburg. Das war wirklich beeindruckend.
Ausserdem hat der jetztige Praesident darueber berichtet, dass australische Bibliotharinnen (er kommt aus Australien) Gelder fuer 16 afrikanische Teilnehmer gesammelt haben, die ansonsten nicht zur IFLA haetten kommen koennen. Und er hat den Wettbewerb ausgerufen fuer die Bibliothkearinnen aus den USA Kolleginnen aus Suedamerika die Teilnahme in Quebec 2008 zu ermoeglichen und fuer die europaeischen Kolleginnen, die 2009 in Mailand Kolleginnen aus der Mittelmeerregion unterstuetzen. Da fing mein Kopf natuerlich gleich an zu rennen.... Koennte man da was in Frankfurt machen? Mal sehen. Ich finde die Idee jedenfalls toll und wuerde gerne daran mitarbeiten.
Bitte entschuldigt die Rechtschreibung und die Formulierungen, aber ich benutze ein englisches Keyboard und hinter mir stehen Massen von Leuten.
Mir geht's gut und ich freue mich auf Kommentare und Emails.
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1 Kommentar:
Hallo Heike,
die Turbulenzen rund um den Flug hören sich ja wirklich etwas nervend und "erschreckend" an, aber es ist ja trotzdem alles gut gegangen. Ich freue mich, dass es dir in dem Hotel und auf der Konferenz so gut gefällt! Das mit dem Shuttle-Service zwischen Konferenz und Hotel finde ich auch gut, schließlich will ich dich ja im September auch in FfM wieder zurück begrüßen... Die Konferenz scheint ja gute Ideen in dir wachzurufen und wirklich anregend zu sein... Freut mich! :-)
Hier in FfM ist zurzeit etwas trübes Wetter und es ist kühler geworden. Was aber Jonas, meinen neuen kleinen Kater, nicht davon abhält, sich ordentlich körperlich zu betätigen und durch die Wohnung zu rasen, am liebsten hinter einem Bauklotz hinterher, den er überall unter die Schränke schiebt. Carla und Ronja gewöhnen sich mit ganz kleinen Schritten jeden Tag ein bißchen mehr an ihn, wird also irgendwann schon werden...
Dir weiterhin viele Anregungen und viel Spaß, bis bald, ANKE.
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